Einen rassigen Pokal-Fight bekamen die Zuschauer im BFV-Verbandspokal-Achtelfinale zwischen dem FC Pegnitz und dem Titelverteidiger 1. FC Nürnberg zu sehen; mit einem Ende ganz nach dem Geschmack der Gastgeberinnen. 2:1 hieß es am Ende der packenden 90. Minuten und der Sieg der Bauerschmitt-Elf war angesichts der gleich verteilten Spielanteile und der kämpferisch hervorragenden Leistung keineswegs unverdient.
Das Spiel begann gleich mit einem Paukenschlag. Einen aus dem Halbfeld von Jana Looshorn in Richtung Tor geschlagenen Freistoß konnte Club-Torhüterin Lea Paulick nicht festhalten und der Abpraller klatschte von der aufgerückten Außenverteidigerin Madeleine Stiefler an den Außenpfosten. Überhaupt taten sich die ausschließlich auf Kunstrasen trainierenden Gäste während der gesamten Spieldauer mit dem Naturgeläuf auf dem Buchauer Berg schwer und fanden gegen die lauf- und zweikampfstarken Gastgeberinnen nur zögerlich in die Partie. Die FC-lerinnen störten den Titelverteidiger bereits früh im Spielaufbau und hätten mit etwas Glück nach schnellen Balleroberungen im Mittelfeld bei weiteren Torabschlüssen von Christina Heim, Conny Hühn und Maren Lindner in Führung gehen können. Erst nach einer viertel Stunde kam der Regionalligist etwas besser ins Spiel und war insbesondere nach Standardsituationen brandgefährlich. Eben eine Solche war in der 25. Minute Ausgangslage für das 0:1, als die FC-Abwehr bei einem Diagonalball einen Moment unsortiert war und Rebecca Leinberger den Querpass nur noch einzuschieben brauchte.
Auch die erste Gelegenheit nach dem Pausentee verzeichneten die Gäste, jedoch scheiterte in der 49. Minute Lisa Tietz an der überragenden Nadine Großpietsch im FC-Tor. Die darauffolgende viertel Stunde gehörte jedoch eindeutig den Gastgeberinnen. Zunächst erzielte die bärenstarke Christina Heim in der 51. Minute nach Zuspiel von Sofia Cieslik mit einer sehenswerten Direkt-Abnahme den 1:1 Ausgleich. Keine drei Minuten später fing Jana Looshorn einen Querpass in der Club-Abwehr ab und vollstreckte eiskalt zur 2:1 Führung. Vermutlich wäre die Partie bereits in der 60. Minute entschieden gewesen, jedoch scheiterte Heim mit einer Volley-Abnahme erneut am Pfosten. In der letzten halben Stunde verstärkten die favorisierten Gäste ihre Offensiv-Bemühungen, kamen gegen die vielbeinige und kampfstarke FC-Defensive jedoch kaum zu nennenswerten Torchancen. Erst in der Nachspielzeit wurde es vor dem FC-Tor noch einmal brenzlig, jedoch konnten die Clubberinnen den Ball auch bei mehreren aufeinanderfolgenden Eckbällen nicht mehr im Tor unterbringen.
Dementsprechend zeigte sich FC-Trainer Michael Bauerschmitt nach der Partie hochzufrieden: „Ich muss meiner gesamten Mannschaft ein riesen Kompliment machen. Das war von der ersten bis zur letzten Minute eine kämpferisch und läuferisch bockstarke Partie von uns. Jetzt gilt es, den Schwung in die letzten beiden Trainingswochen mitzunehmen, damit wir top vorbereitet in die Rückrunde starten können.“
Mit dem Sieg gegen den Titelverteidiger qualifizierten sich die FC-Frauen für das am 17.04.2017 stattfindende Viertelfinale. Der Gegner wir in der Partie zwischen dem SV Neusorg und dem SV Frensdorf ermittelt. mb

FC Pegnitz: Großpietsch, Lindner, Looshorn (80. Daumann), Baumann, Gebhard, Bauer, Hühn, Heim (83. Heim), Cieslik (90.+2 Krause), Kiefhaber, Stiefler (90. Neubauer)
1. FC Nürnberg: Paulick, Grimm, Sinke, Leinberger, Richert, Eberth, Tietz, Schultz, Zimmermann, Ströfer (35. Lederer), Ittner.
Tore: 0:1 Leinberger (25.); 1:1 Heim (51.); 2:1 Looshorn (54.)
Zuschauer: 55
Bilder:
Bild 1: Die überragende Chr. Heim (in blau) im Zweikampf mit ihrer Gegenspielerin
Bild 2: J. Kiefhaber (in blau) spitzelt ihrer Gegenspielerin den Ball vom Fuß
Bild 3: K. Gebhard (in blau) klärt den Ball
Bild 4: Youngster S. Cieslik (in blau) setzt sich im Zweikampf durch

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