Nach der bitteren Pokalniederlage am Ostermontag war am Sonntagmorgen wieder Ligaalltag angesagt und der hatte es mit der Auswärtsaufgabe bei den formstarken Ebermannstädterinnen durchaus in sich. Bei regnerischem, trübem Wetter entwickelte sich auf dem kleinen B-Platz zunächst eine zerfahrene Partie, in der beide Teams Probleme hatten, Struktur in ihr Spiel zu bekommen. Viele zweite Bälle, wenig klare Ballbesitzphasen. Chancen blieben in der Anfangsphase Mangelware.
Pegnitz hatte zwar leichte Feldvorteile, wirklich gefährlich wurde es jedoch lange nicht. Erst in der 19. Minute setzte Kapitänin Vanni Luppa das erste Ausrufezeichen: Aus rund 16 Metern nahm sie Maß, ihr Abschluss wurde auf dem nassen Untergrund tückisch und rutschte Torhüterin Beck unter den Händen hindurch. 1:0 für die Gäste.
Der Treffer wirkte wie ein Dosenöffner. Nach einer taktischen Umstellung übernahm Pegnitz zunehmend die Spielkontrolle, ließ den Ball deutlich besser laufen und kam zu klareren Aktionen in der Offensive. In der 27. Minute folgte das 2:0 und das war ein echtes Highlight: Marie Kürzdörfer zog aus gut 30 Metern ab und traf sehenswert zur komfortablen Führung.
Nur fünf Minuten später schlug Pegnitz erneut zu. Torjägerin Meli Thudt tauchte nach einer gelungenen Kombination frei vor dem Tor auf. Den ersten Versuch parierte Beck noch stark, doch Thudt reagierte gedankenschnell und drückte den Abpraller zum verdienten 3:0-Halbzeitstand über die Linie.
Nach dem Seitenwechsel konnten die Pegnitzerinnen spielerisch allerdings nicht mehr an die starke erste Hälfte anknüpfen. Vor allem die Laufbereitschaft mit und gegen den Ball ließ spürbar nach, wodurch das Spiel zunehmend an Qualität verlor. Es entwickelte sich eine zerfahrene zweite Halbzeit mit vielen Unterbrechungen, wenig Spielfluss und kaum nennenswerten Torchancen auf beiden Seiten. Pegnitz profitierte dabei von der komfortablen Führung aus Durchgang eins.
Erst in der 81. Minute sorgte Sara-Emilia Batschkat für die endgültige Entscheidung. Aus elf Metern kam sie im Strafraum an den Ball und schob diesen überlegt ins rechte untere Eck – 4:0.
Den Schlusspunkt setzte dennoch die kämpferische Heimmannschaft: In der 88. Minute nutzte Böck eine unübersichtliche Situation nach einem vermeintlichen Freistoßpfiff des Schiedsrichters und überraschte Pegnitz-Keeperin Richter mit einem Distanzschuss aus rund 30 Metern, der unter der Latte einschlug.1:4 aus Sicht der Gastgeberinnen.
Am klaren Auswärtserfolg änderte das jedoch nichts mehr. Pegnitz sichert sich damit drei wichtige Punkte und festigt Tabellenplatz eins. Am kommenden Sonntag erwarten man um 11:00 Uhr die Zweitvertretung der SpVgg Erlangen am Buchauer Berg.

