Flindererkrimi mit happy End für die Gastgeberinnen in buchstäblich letzer Sekunde

Am Flinderersamstag konnten die Frauen des FC Pegnitz mit einem denkbar knappen, aber hoch verdienten 1:0 Heimsieg im Landesligaderby gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth die Tür zur Meisterschaft weiter aufstoßen.
Nach zwei wöchiger Zwangspause startete Pegnitz bei bestem Fußballwetter im Wissen, das es für beide Kontrahenten um einiges geht, zwar als Spiel bestimmende Mannschaft aber doch nicht gewohnt Ballsicher. Dadurch, das sich der Aufsteiger aus der Wagnerstadt von Beginn an sehr weit zurückzog und auch auf nur wenige Konter beschränkte wurden die Räume weiter verengt und das Spiel fand überwiegend zwischen den Strafräumen statt. Daher nach 10 Minuten auch die erste Torgelegenheit für den FC nach Eckball von M.Nögel. J.Kiefhaber kann den hohen Ball vor der gut aufgelegte B.Schott im Gästekasten mit dem Kopf erreichen. Der vielbeinigen Bayreuther Abwehr gelingt es jedoch den Ball von der Torlinie wieder ins Feld zu schlagen. Weitere Torannäherungen gelingen zwar, der Torabschluss wird aber sowohl von C.Heim als auch C.Hühn jeweils knapp verpasst. Pegnitz versucht weiter Druck zu machen, lässt aber das nötige Passtempo und auch die nötige Passgenauigkeit um zu zwingenden Torgelegenheiten zu kommen noch vermissen. Nach 40 Minuten dann die erste und auch letzte Torgelegenheit im gesamten Spiel für die Altstädterinnen. L.Ganster kann einen ungenauen Pass ablaufen und von der linken Seite den pegnitzer Strafraum erreichen, ist aber einerseits zu ungenau beim eigenen Abschluss und andererseits auch zu eigensinnig um den Ball an die in der Mitte mitgelaufene V.Mustafa abzuspielen. So geht man mit einem torlosen Remis in die Halbzeit. Nach der Pause setzen die Gastgeberinnen die vom Trainer vehement geforderte Tempoverschärfung sofort um. Denn bereits in der 46. Minute dann nach kurz ausgeführtem Eckball und präziser Flanke von M.Nögel kommt S.Konieczny völlig frei zum Kopfball. Den geschlagenen Bayreutherinnen hilft nun zweimal das Glück. Denn den vom Pfosten zurückgeprallten Kopfball setzt C.Heim nur an die Latte. Aber der FC ist jetzt die dominierende Mannschaft, in allen Belangen überlegen werden sie die Gäste im zweiten Abschnitt kaum noch aus der eigenen Spielhälfte kommen lassen. Torchancen, Freistöße und Eckbälle im Minutentakt lässt die Spielvereinigung nur bei den eigenen permanent ins Seitenaus geschlagenen Torabschlägen etwas Luft schöpfen. Das erlösende Tor sollte aber in einem immer dramatischere Züge annehmenden Spiel erst in allerletzter Sekunde fallen. Nachdem in der 89 Minute nach einem Foul an M.Nögel der Strafstoßpfiff noch ausgeblieben ist, war es in der 92 Minute dann doch so weit, als C.Heim im Strafraum von hinten umgerissen und so der Chance den Ball noch zu erreichen beraubt wurde. Kapitänin C.Hühn schnappt sich den Ball, übernimmt die Verantwortung und versenkt das Spielgerät eiskalt im Netz zum ebenso umjubelten wie hoch verdienten 1:0 Endstand. Bei allem verständlichen Ärger über den verlorenen Punkt muss man sich aber auch auf der Bayreuther Trainerbank nicht wundern, wenn man den Schiedsrichter noch in der Nachspielzeit in endlose Diskussionen verwickelt, das dieser die dabei verlorene Zeit dann noch nachspielen lässt.
„Das war heute kein schönes Spiel für die Zuschauer, was ich allerdings keinesfalls als Vorwurf an meine Mannschaft verstanden wissen möchte. Denn bei einem Gegner, der sich über 90 Minuten mit der gesamten Mannschaft in der eigenen Hälfte ausschließlich darauf konzentriert, das Spiel zu zerstören, ist es eben schwer, sich viele Torchancen herauszuspielen. Und bei allem Verständnis für die Enttäuschung über den Gegentreffer in der letzten Minute kann ich zudem über die „Schwalben-Vorwürfe“ der Bayreuther Seite nur den Kopf schütteln. Das war ein klares Foul und damit ein Strafstoß, was im Übrigen auch dem von neutraler Hand erstellten Top-Spielbericht des Fußball-Portals „Anpfiff“ zu entnehmen ist. Gott sei Dank haben wir durch die Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit und den hochverdienten Last-Minute-Treffer verhindert, dass der Gegner für seine destruktive Spielweise auch noch mit einem Punkt belohnt wird. Jetzt freuen wir uns auf unseren ersten „Matchball“ im Nachholspiel in Weinberg.“ So Trainer M.Bauerschmitt erleichtert nach dem Spiel.

FC Pegnitz: N.Großpietsch, M.Lindner (28.E.Baumann) K.Gebhard), E.Kirchner, D.Bauer (71.M.Raß), C.Hühn, C.Heim, S.Konieczny, M.Nögel, J.Kiefhaber (71.J.Looshorn), J.Greiner
Tore: 1:0 C.Hühn (94)
Zuschauer: 80

Mittwoch, 4. Mai 2016Veröffentlicht von Christoph Herzog

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